ALTER SPORTPARK

Es war einmal ein Sportheim  

Oberpfalz-Medien 10.01.2018 

Jetzt wird das alte Sportheim in Pirk endgültig abgerissen. Wochenlang haben die Helfer den Sportplatz zurückgebaut sowie Küche und Umkleiden ausgeräumt. Bis der Neubau steht, dauert es wohl mehr als zwei Jahre. Nicht nur SpVgg-Chef Josef Schiesl ist wehmütig.

 

Auf die Planung folgte der Abriss. "Wochenende für Wochenende haben wir die Sachen zurückgebaut", sagt Schiesl. Fleißige Helfer haben die Fangzäune an der Tennisanlage abgebaut, Lichtmasten umgelegt sowie Einfriedung und Tore der Fußballplätze entfernt. Im Januar sind die Räume im Sportheim selbst dran, "weil wir ja noch eine Silvesterfeier gemacht haben". Vorher hat es schon einen großen Flohmarkt gegeben. "Alles, was veräußert wurde, ist in der vergangenen Woche abgeholt worden." Die Helfer räumten auch die Küche aus, sicherten Möbelstücke und kümmerten sich um Umkleiden sowie Sportgeräte.

 

Fundament ausgegraben

 

Auf dem Sportplatz haben nun schwere Maschinen das Sagen: Bereits am 20. November begann die Firma Aumer mit dem Abriss, sagt der Vorsitzende. Das gesamte Gelände ist nun geschottert und gewalzt. Das Ausgraben und Zerkleinern der Fundamente war eine Herausforderung. Die Abrissarbeiten an der Allee sind mittlerweile fast abgeschlossen. Jetzt soll der Bauschutt abtransportiert werden.

 

Der Bagger der Firma Hierold-Bau thronte schon auf dem Schutt und holte die Asbestplatten Stück für Stück vom Sportheimdach. Eingehüllt in große Plastiksäcke sind sie speziell entsorgt worden. "Die Arbeit war schwierig", meinte der Baggerfahrer. Glaswolle, Dämmplatten, auch Holzwände und Rigipsplatten wurden sortiert und getrennt. Der Bagger wird weiter sortieren und die Lastkraftwagen beladen. In der Zwischenzeit hat eine andere Firma den gesamten Platz mit Schotter aufgefüllt und planiert.

 

Vier Bahnen für Kegler

 

70 Jahre stand das Sportheim an dieser Stelle. Bei der letzten großen Veranstaltung, dem Zoiglfest im vergangenen Jahr, war der Saal voll besetzt. Einige SpVgg-Mitglieder können sich noch an die Anfangszeit erinnern. "Wenn sie die alteingesessenen Vorsitzenden Georg Lindner, Georg Stahl und Norbert Kreuzmeier fragen, die das ganze mit Manneskraft aufgebaut haben, da hängt dann schon sehr viel Wehmut dran", bedauert Schiesl. Die Atmosphäre in den Räumen sei toll gewesen. "Wir haben ja den Aufstieg von der B- in die Kreisliga geschafft", erinnert sich der SpVgg-Vorsitzende. Es seien die zwei Aufstiegsfeiern gewesen, die ihm besonders im Gedächtnis geblieben sind. "Das Gelände war auch relativ günstig gelegen, wegen Lärm hatten wir nie Probleme."

 

Partys feiern, "das ist momentan nicht mehr", informiert Schiesl. "Aber auf dem neuen Gelände wird sich bestimmt etwas ergeben." Mitte Februar wollen die Architekten Juretzka und Landschaftsarchitekt Blank die Planung für das neue Sportheim am neuen Friedhof, am Ortsrand Richtung Pischeldorf vorstellen. Dann soll auch klar sein, was das alles kosten soll. Geplant sind 110 Quadratmeter Versammlungsräume, die sich auch noch einmal in kleinere Räume unterteilen lassen. Weiterhin soll eine wettbewerbsgerechte Kegelbahn mit vier Bahnen entstehen, denn die SpVgg arbeitet derzeit an einem Zusammenschluss mit den Keglern.

 

Im Außenbereich wird ein Rasenballplatz angelegt, den die Josef-Faltenbacher-Schule mitnutzen kann.

 

Neu auf dem Gelände: eine Trockenstockbahn. Der Spielplatz liegt mittig im Sportgelände und ist auch vom Sportheim einsehbar. Schiesl glaubt, dass es mindestens bis zum Frühjahr 2020 dauert, bis auf dem neuen Sportgelände wieder Tennis und Fußball gespielt werden kann. "Wenn alles reibungslos läuft."


Abriss-Party am Pirker Sportplatz Oberpfalz-Medien15.12.2017

 

Die Uhr tickt, der Abriss-Termin für das Sportheim steht fest: Am 8.

Januar soll es verschwinden - vorausgesetzt das Wetter spielt mit. "Am 20. November begann die Firma Aumer mit dem Abriss des Geländes", erinnert sich Josef Schiesl, Vorsitzender des SpVgg Pirk. Bis zum Ende des Jahres stehen Sportheim und Kabinentrakt noch. Die Fußballer wollen hier am Samstag, 16. Dezember, ab 18 Uhr noch Weihnachten, einige Geburtstage und eine Silvesterparty feiern. Wie es bis zur Fertigstellung des neuen Sportgeländes am südlichen Ortsrand bei den Fußballern weitergeht? "Für die laufende Saison trainieren und spielen fast alle unsere Mannschaften beim VfB Rothenstadt", informiert der Vorsitzende. Die Senioren der ersten und zweiten Mannschaft hingegen können in Irchenrieth trainieren. Während die "Zweite" zusammen mit Irchenrieth eine Spielgemeinschaft bildet, läuft die "Erste" bis Saisonende nur noch auswärts auf.


"Abschied fällt nicht leicht" Oberpfalz-Medien 08.11.2017

 

Viele Pirker sind voll Hoffnung, sind gespannt auf den Neubau. Doch bis das neue Sportheim fertiggestellt sein wird, dauert es wohl noch zwei Jahre. Erst einmal feierten die Mitglieder der SpVgg Pirk den Abschied aus dem alten Sportheim - und sind dabei immer wieder mit den Gedanken bei den vergangenen 70 Jahren.

Einige der Mitglieder können sich noch an die Anfangszeit erinnern. So war es nicht verwunderlich, dass das Sportheim bei der letzten großen Veranstaltung brechend voll war. Die Besucher feierten ein Zoiglfest, das Tradition hat und immer beliebter wurde. Organisiert und veranstaltet hatte die Abschiedsveranstaltung für der "Förderkreis der SpVgg" unter der Leitung von Gerhard Meier.

  

Der beheimatete Verein "Mia san mia" lud schon zwei Stunden früher zur Übertragung des Spiels FC Bayern gegen Dortmund. Dank des 3:1 Siegs ihrer Mannschaft herrschte schon ausgelassene Stimmung, als die restlichen Gäste eintrafen. Vorsitzender Gerhard Meier bedankte sich für die jahrzehntelange Unterstützung. "Der Abschied fällt nicht leicht, doch wir werden auch in der kommenden ungewissen Zeit den Mitgliedern und Fans einiges geselliges bieten, damit wir alle bei der Stange halten können", versprach er. Applaus gab es für die "Original Wittschauer Musikanten" mit den Geschwistern Baier. Martin mit dem Kontrabass und der Steirischen, Christian auf dem Tenorhorn und dem Akkordeon und Katrin auf der Gitarre spielten quer Beet aus dem musikalischen Repertoire. Mit bayerischen Liedern, Gstanzln und Volksmusik mit viel Dialekt brachten sie Stimmung in das Sportheim. Weiter spielten sie Welthits, Schlager und auch Lieder zum Mitsingen.

  

Reich gedeckt war der Brotzeittisch mit Geräuchertem, Käseplatten, Obatzer und Blut- und Leberwürsten. Und weil der FC Bayern-Fanclub "Die guten Freunde" auch Stammgäste im Sportheim sind, verloste Vorsitzender Sandro Spickenreuther zwei Eintrittskarten für das Heimspiel gegen Köln inklusive Anreise.

 

Auch Josef Schiesl, Vorsitzender des Hauptvereins, blickte zuversichtlich in die Zukunft. "Das war zwar die letzte Veranstaltung dieser Art im Sportheim, doch alle Weihnachtsfeiern unseres Vereins, der Abteilungen und befreundeten Vereine werden hier noch stattfinden. Ob wir noch eine Silvesterparty schmeißen, steht noch nicht fest", sagte er, denn die ersten "Abrissarbeiten" seien schon erfolgt. Die Werbetafeln an der Spielfeldumgrenzung sind abgebaut und eingelagert worden.